GRUNDGEDANKEN

Wie würden wir leben, wenn die Menschheit sich als Familie verstehen würde, die Erde unser Dorf wäre und jeder das gleiche Recht auf die Nutzung materieller Ressourcen hätte? Unser westlicher Lebensstil könnte nicht der Standard für alle Familienmitglieder sein. Wie würden wir wohnen, wenn wir uns, unsere Brüder und Schwestern und unsere eine Welt gleich achten. Wir müssten auf Gewohntes verzichten. Würde uns etwas bereichern? Im Sommer 2011 wurde mir in der Nachbarschaft ein ca 150 qm großer Garten mit einem kleinen 13 qm Häuschen darauf überlassen. Die Idee der EINEWELTVILLA war geboren. Garten Welcher Wohnraum würde sich entwickeln, wenn ich dort leben möchte? Was würde beispielsweise mit meiner Lebenszufriedenheit passieren wenn ich mich materiell befreie? Die Reise konnte beginnen.

KONZEPT

Ein Haus bietet Schutz vor Regen und Kälte. Im Haus bereite ich mein Essen zu und es gibt eine Waschgelegenheit und eine Toilette. Nicht jeder hat solch ein Haus. Die EINEWELTVILLA ist so ein Haus. Es ist kein Musterhaus. Dieses Haus ist den Bedingungen des Ortes und den Bedürfnissen der Bewohner angepasst. Es nutzt die Ressourcen der unmittelbaren Umgebung, so dämmen z.B. Schlafsäcke und Federbetten die Wände. Das Licht fällt durch gebrauchte Fenster und Türen. Es fördert die Gemeinschaft, bei der Nachbarschaft wird Wäsche gewaschen und im Bekanntenkreis geduscht. Die EINEWELTVILLA ist eine gebaute Erzählung. Sie erzählt vom Prozess der wohnlichen Selbstermächtigung und vom Aufbau eines Netzwerks in der Nachbarschaft. Die EINEWELTVILLA ist auch ein Angebot an interessierte Menschen, mal eine Woche einen einfacheren Alltag zu leben.

Werkshob DAS BAUEN

In die Bauweise der EINEWELTVILLA fließen alle meine Ressourcen ein und ich versuche, keine Lösungen anzuwenden, die später wieder zum Problem werden. Meine Ressourcen sind:
Ein großer Unterstützerkreis, durch den ich vielfältigen Zugang zu Wissen, handwerklichem Können und Material habe.
Gute Nachbarschaft, die mir mal Wasser, Strom und auch W-LAN Zugang geben.
Zeit, die ich mir für den Bau und das Entwickeln der passenden Lösung, aber auch für das Verändern meiner Gewohnheiten nehme.
Meine langjährigen Bauerfahrungen und Materialkenntnisse
Experimentierfreude und Flexibilität
Unkomplizierte Bautechniken mit einfachen Werkzeugen
Gründliches Erforschen der eigenen Bedürfnisse, nicht der Wünsche

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